Nikolaus / Sintaklaas / Jamsession / co-cookies

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Wir feiern Nikolaus mit allem was dazu gehört:

Glühwein, Kekse, Musik und die Niederländer aus dem betahaus wollen Euch eine orginal holländische Sintaklaas mit uns feiern:

Sintaklaas

“Sinterklaas ist in den Niederlanden ein richtiges Volksfest. Eine entscheidende Rolle spielt das Julklapp. Jeder bekommt einen Namen und kauft ein Geschenk für max. €5,-. Das Geschenk wird dann nach holländicher Tradition komplett, wenn ihr zu dem Geschenk noch ein kleines Gedicht dichtet und etwas Kleines bastelt! Wir sorgen für ausreichend Naschwerk und holländische Snacks.”

Co-cookies

Die Open Design City lädt zur co-cookie Backaktion ein. Ausstechformen biegen wir vor Ort selber. Bringt einfach den fertigen Teig für Euer Lieblingsrezept mit und los gehts. Ofen haben wir vor Ort.

Jamsession

Den ganzen Abend über gibts eine Jamsession, Gitarre, Saxophon und Kollegen sind willkommen!

Bitte kurz anmelden…betahausnikolaus2011.eventbrite.com

English version:

We want to celebrate Nikolaus/ Sintaklaas with you!

There will be an cookie baking action at Open Design City, lot s of Glühwein, the Dutch tradition “Julklaap” (if you want to join, please bring a little gift worth 5€) and a jamsession (bring an instrument if you want to join). betahaus | friends are more than welcome to join!

start up of the week #18 functionalaesthetics

functionalaesthetics, das sind Chris Bleuel, Magdalena Cuber und Michael Ruß. Und eigentlich noch viele mehr, denn eine der Kernkompetenzen der drei Kommunikationsdesigner ist, immer die richtigen Leute zusammenzusammeln, um interaktive Projekte aus einer Hand umzusetzen.

Magdalena, wieso heißt ihr functionalaesthetics?

Chris und ich haben vor unserer Selbständigkeit in Berlin zusammen in einer Agentur gearbeitet
und schon dort gemeinsam digitale Projekte realisiert. Wir hatten dabei immer dieselbe Überzeugung,
nämlich dass jedes Produkt – sei es eine Webseite, eine Iphone-App oder ein Bedienelement einer
Waschmaschine – nur gut ist, wenn Funktionalität und Design zusammenpassen. Bei vielen Produkten, die auf dem Markt sind, ist das nämlich nicht der Fall. Deswegen betrachten wir genau das als unsere Aufgabe: Lösungen zu finden, die sich allen Anwendern von selbst erschließen und Spaß beim

Bedienen bereiten.

Welche Art von Produkten realisiert ihr?

Wir machen eigentlich alles, was im weitesten Sinne digital ist, von Webseiten – Intranet und Extranetlösungen mit und ohne interaktive Funktionen – über Apps für Ipads und Iphones, Android-Programmierung für andere Smartphones bis hin zu Videoprojektionen auf Wände. Meistens sind die Projekte sehr komplex und enthalten mehrere dieser Komponenten. Ganz egal aber, um was es sich handelt, wir bieten von der Konzeption über das Design bis hin zur Programmierung alles an.

Immer die richtigen Leute dafür zu finden ist eine eurer Kernkompetenzen

Wir sind der Überzeugung, dass das Projekt immer im Zentrum steht und dass man solch komplexe Projekte nur interdisziplinär lösen kann. Wir gehen also immer vom Projekt aus und suchen dann die geeigneten Leute dafür zusammen. Diese Teams, die dann meisten aus Konzeptern, Informationsarchitekten, Strategen, Designern und Programmierern bestehen, arbeiten dann beim Kunden vor Ort. Wir selbst, das Kernteam – Chris und ich seit Anfang des Jahres, Michael ist vor drei Monaten dazugekommen. Wir würden das gar nicht schaffen.

Wieso seid ihr damals ins betahaus gezogen?

Räume zu mieten war bisher absolut überflüssig. Wir arbeiten ja oft wochenlang bei einem Kunden, brauchten deswegen eine flexible Lösung, die nicht unnötig Geld verschlingt. Das betahaus war das perfekte Angebot: Hier haben wir einen flexiblen Schreibtisch, an dem wir an fünf oder sechs Tagen im Monat die Dinge erledigen können, die wir nicht beim Kunden machen.

Wie wird es weitergehen mit functionalaesthetics?

Wir wollen und müssen wachsen, denn die Nachfrage ist sehr groß. Es gibt einfach nicht so viele Spezialisten auf dem Gebiet der interaktiven Anwendungen. Deswegen wollen wir sowohl unser Netzwerk erweitern als auch das Kernteam vergrößern. Jeder, der dazu kommt sollte aber unsere Vision teilen, nämlich dass Projekte sich interaktiv und im Team am besten realisieren lassen. Außerdem war und ist uns extrem wichtig, dass wir alle auch weiterhin Spaß an der Arbeit haben und entspannt zusammenarbeiten.

WMP! FASHION FLOHMARKT BACK AT BETAHAUS

Hurray, der WMP! Fashion Flohmarkt is back at betahaus!

WMP! Fashion Flohmarkt fuses the traditional English Jumble sale with the Berlin style flohmarkt…where bargains are the standard and style is the norm.

This event allows hoarders to clean out their wardrobes whilst earning a little extra cash and gives those with a passion for second hand fashion the perfect chance to find that dazzling piece – all at reasonable prices!

You can expect stalls galore filled to the brim with second hand clothes and curiosities, books on art fashion and design, tasty treats and a bar serving hot and cold beverages.

Whether it’s to buy that perfect Christmas gift, transform a wardrobe or simply hangout, the WMP! Fashion Flohmarkt has something for everyone.

Entrance FREE! Have you got too many clothes? Are you strapped for cash or do you simply want to have a good old clear out? Why not rent a table at the WMP! Fashion Flohmarkt? Contact: ilovewemakeparty@gmail.com

Last years Fashion Flohmarkt:

Vernissage: Schau02

Das Schauwerk Berlin lädt zur SCHAU02  am 15.12.2011 ins betahaus | Berlin (4.OG, Innovationspace) ein.  Einlass ab 19.30h. Keine Gästeliste. Bekannte und Freunde sind herzlich willkommen!

Die Schau02 präsentiert Arbeiten von folgenden Künstlern:

  • Ucha Janelidze (Skulptur/Performance)
  • Youngi Jaster (Malerei)
  • Maike Kenn (Fotografie)
  • Seungyoun Lee (Medienkunst)
  • Rouven Materne (Lithografie/Plastik)
  • Julian Schwokowsky (Malerei)
  • Marc Siebenhüner (Malerei)
  • Christian Werner (Schauspiel)
  • DJ NN (Black Music)

Der Schauwerk Berlin e.V. ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der Künste.

Infos online zur SCHAU02 unter schauwerk-berlin.de

Enable Session XIII – New Deals, Future Money

Enable Berlin is a place where people meet to solve challenges together. Enable Berlin designs processes to enhance collective creativity, and share the results as an open-source initiative. Enable Berlin actively supports local creativity and provides sound concepts for their clients.

We would like to invite you to attend the next Enable Session XIII – New Deals, Future Money on December 1st, 7.30pm at betahaus, groundfloor at the Open Design City.

What is it all about? This is how Enable Berlin descripes it:

“As we are helplessly witnessing what may be the first steps towards the decline of our financial system, and along with it a complex set of morals and norms we hardly ever think – or dare – to question, next Enable Session will be doing just that.

We will be looking not at the system, but its medium. Money. It is symptomatic that most of this circulating in the world be virtual, being sold back before it’s even been paid for. The disconnection between citizens and their currency seems to be widening, as seems to prove every new anti-stock-market movement. Indignés, Wall Street occupiers, all of them are feeling confused and left aside by a financial system that ignores who it should be working for.

A few solutions already exist. Local and self-devaluating currencies have been introduced in various places of the world in the last 10 years. Microcredit has gained its place in the modern society. LETS allow citizens to exchange goods and services without using any monetary convention. Another interesting fact, internet banking will soon become the most popular payment system.

What do all those diverse, almost antinomic solutions lead to?

Participants to the next Enable Session will be challenged to see further than that, and to explore what other alternatives to money might be viable in the near future.”

Here are some impressions from the Enable Session XI – Visions for Mobility

[vimeo]http://vimeo.com/25121469[/vimeo]

What is Enable Berlin? Have a look on their Website: www.enableberlin.org or meet them on facebook www.facebook.com/EnableBerlin

Startup of the Week #17 Puzzlemap

Um seinen Schülern die Geografie Englands ins Gedächtnis zu meißeln, malte ein englischer Geografielehrer sämtliche Grafschaften vor rund 200 Jahren auf Holz auf, zersägte sie und ließ sie von seinen Schülern wieder zusammensetzen. Damit erfand er das Puzzle. Andreas Stammnitz kannte diese Geschichte nicht, hatte aber – viel später – dieselbe Idee. Seit eineinhalb Jahren denkt er sich mit seinem Unternehmen PuzzleMap Puzzlemotive aus, mit denen man etwas lernen kann. Bisher auf dem Markt sind vier Städtepuzzle, eine Karte mit dem Autobahnnetz Deutschlands und ab kommender Woche ein Puzzle über deutschen Weine.

Andreas, wie kam es zu der Idee von PuzzleMap?

Das war zunächst vor allem persönlich motiviert. Ich wollte schlicht und einfach ein Puzzle mit dem Stadtplan Berlins haben, denn so etwas kannte ich aus London, wo ich eine Zeit lang gelebt habe. Die Idee, eine Karte zu puzzeln hatte mich damals begeistert. So schult man das innere Navigationssystem und lernt außerdem ganz konkret eine Stadt besser kennen. In unsere Motive bauen wir aber zusätzlich noch weitere Informationen ein, so dass der Puzzler sogar noch mehr lernt – und zwar mit einem Spiel, das jeder intuitiv versteht. Jeder Mensch weiß, wie man puzzelt.

Trotzdem hat esnach London aber noch einige Jahre gedauert, bis du PuzzleMap gegründet hast.

Ja, ich musste noch ein bisschen Mut finden, meine Festanstellung bei Bertelsmann aufzugeben. Das Unternehmertum hatte mich zwar schon seit meiner Jugend fasziniert, dennoch war ich erst einen anderen Weg gegangen. Obwohl es eine gute Zeit war, habe ich dann aber nach zehn Jahren bei Bertelsmann gemerkt, dass ich es irgendwann bereuen würde, wenn ich nicht einmal in meinem Leben der Selbstständigkeit eine Chance gegeben habe. Im Sommer 2010 habe ich PuzzleMap gegründet, wenige Monate später das erste Städtepuzzle auf den Markt gebracht.

Und seither fünf weitere – das klingt nach viel Arbeit.

Bisher haben wir Städtpuzzles von Berlin, Hamburg, München und Frankfurt, außerdem ein Puzzle mit dem Autobahnnetz Deutschlands. Unser sechstes bringen wir noch diese Woche und damit pünktlich zum Weihnachtsgeschäft raus. Da geht es um deutsche Weine. Die Karte zeigt sämtliche Weinregionen Deutschlands, gibt außerdem Informationen zu den verschiedenen Rebsorten, zu Weinlagen und zu touristischen Zielen rund um das Thema. Dennoch hätte ich aber sehr gern schon viel mehr Motive auf dem Markt. An Nordrhein-Westfalen müssen wir dringend ran, da wohnen einfach so extrem viele Menschen …

Aber ihr seid auch nur ein kleines Team.

Außer mir – ich kümmere mich um den Vertrieb, die Produktstrategie und die inhaltliche Ausrichtung – arbeitet noch Daniela Rattunde im betahaus. Sie sorgt vor allem dafür, dass der operative Betrieb läuft und recherchiert viele Dinge. Außerdem haben wir noch einen Designer, der in Frankfurt ist und arbeiten zudem mit zwei wichtigen Dienstleistern zusammen. Einer liefert uns die Kartografie, der zweite produziert die Puzzles. Beide sind in Deutschland – alle unsere Puzzles sind also vollkommen Made in Germany.

Was kommt nach dem Weinpuzzle?

Wir haben viele Ziele für das kommende Jahr. Natürlich werden wir weitere Motive auf den Markt bringen, und zwar nicht mehr nur für Deutschland. Das Weinpuzzle etwa lässt sich wunderbar auch für andere Länder machen. Außerdem wollen wir uns auch dem Thema elektronische Medien annehmen – zum Beispiel mit einer PuzzleMap-App. Zwar ist es schwierig, auf dem kleinen Display eines iPhones oder iPads zu puzzeln, trotzdem aber werden wir ein gutes Produkt dafür entwickeln, da bin ich sicher. Auch über User Generated Content denken wir nach, denn ein Stadtpuzzle kann ja auch durch den Input vieler verschiedener Menschen entstehen. Und unseren Vertrieb wollen wir weiter professionalisieren – am besten mit starken Partner. Last but not least: Ab kommender Woche haben wir auf unserer Website endlich auch einen richtigen Shop – und können beginnen, ernsthaft Online-Marketing zu betreiben.

Das Interview führte Sandra Middendorf.

WORKSHOPS @ BETAHAUS/ OPEN DESIGN CITY

Im Herbst/ Winter 2011 bieten wir spannende Workshops für und von betahaus | Membern an. Die Workshops sind für alle offen – einfach anmelden und vorbei kommen! Das Programm wird permanent erweitert. Falls Ihr selber als Referenten auftreten wollt – gebt uns Bescheid ein kurzer Klick durch dieses Anmeldeformular genügt und wir melden uns asap bei Euch. Für die nächsten Wochen stehen folgende Workshops auf dem Programm:

BAUSTELMONTAG @ ODC, JEDEN MO, 19:00 UHR, OPEN DESIGN CITY, EG: jeden Montag könnt Ihr in einem offenen Workshop die Werkzeuge der Open Design City (im EG des betahaus) nutzen und in Gruppen oder alleine an Euren Projekten arbeiten. Philip Steffan ist da um Euch den ein oder andern Handgriff bei zu bringen. DIY Beginners und Pros are welcomed! Keine Anmeldung nötig, einfach vorbei kommen.

WORKSHOP “IDEAS SPARING”, FR, 25.11.2011, 10:00-15:00 Uhr, ARENA, 4TH FLOOR, BETAHAUS:  „Entwickle und erweitere Deine Idee, mit der kreativen Kraft der Gemeinschaft“ 5-6 Ideen, 20 kreative Köpfe, 3 Coaches und ½ Tag intensives Arbeiten. In kleinen, wechselnden Teams werden die verschieden Aspekte eines Unternehmens beleuchtet und gezielt entlang der 5 Grundsäulen einer Geschäftsidee entwickelt.” Infos und sign in: ideasparring.eventbrite.com

WORKSHOP: “D.I.Y PFANDTASCHE”, DI, 29.11.2011, 19:00 UHR, OPEN DESIGN CITY, EG: “In the do-it-yourself Pfandtasche workshop you can design your own bag, and will get introduced to the PVC banner material.We work only with recycled materials, using as little energy as possible. You will learn how to easily turn old commercial banners, PET bottle tops and bicycle tubes into a practical bag. By using PET-bottle tops as connectors and you need neither thread nor electricity.” Infos und sign in: pfandtasche.eventbrite.com

WORKSHOP “MEIN TAGWERK- SPASS BEI DER BUCHHALTUNG”, DO, 01.12.2011, 18:00-20:00 UHR, ARENA, 4.STOCK BETAHAUS: Was verdienst Du als Freelancer pro Projekt, pro Stunde, pro Kunde? Wieviel Zeit hast Du für welche Aufgaben benötigt? Wie hoch ist Dein realer Stundenlohn? Anworten auf diese Fragen erhälst Du in der Einführung in das Onlinetool www.mein-tagwerk.de von Gerald Moll, Freiberufler und Existenzgründer. Infos und sign in: tagwerk.eventbrite.com

WORKSHOP “KREUZBERG 36 CHARI(ITY)”, SA/SO, 03/04.12.2011, 10:00-18:00 UHR, OPEN DESIGN CITY, EG, BETAHAUS: Bau Dir Deinen eigenen Kreuzberger Küchenstuhl (Entwurf Le Van Bo). Der Kreuzberg 36 Chair wurde für das Kreuzberger Theaterhaus HAU entworfen und wurde bereits vom Goethe Institut in China (Taiwan Design Expo) ausgestellt. Das Möbel eint viele Klassiker der Moderne, u.a. Jean Prouvé, Egon Eiermann und den Frankfurter Küchenstuhl. Kurs für Anfänger mit zwei linken Händen. Kursgebühr: 70 Euro. Material: 36 Euro (Buche Leimholz, Pappel Sperrholz, FSC Zertifikat). Infos und sign in: kreuzberg36chair.eventbrite.com

WORSKHOP “TEXT NETWORK ANALYSIS WITH GEPHI” MI, 07.12.2011, 6-8pm, ARENA, 4TH FLOOR, BETAHAUS: In this workshop we will demonstrate a novel method for text network analysis using Gephi graph visualization software. Info and sign in: workshopnoduslabs1.eventbrite.com

Reden wir über Schule – Salon Bildung am Donnerstag

Wir arbeiten ohne Chef und lernen ohne Lehrer. Auf welche Schule würden Coworker Ihre Kinder schicken? Wenn wir die Zukunft der Arbeit sind, wie sieht dann eigentlich die Zukunft des Lernens aus. Überall auf der Welt entstehen derzeit innovative Lern- und Arbeitsorte, die auf vergleichbaren Prinzipien beruhen. Wir schauen uns den Zusammenhang etwas genauer an umd zwar diesen Donnerstag. Mit uns reden:

  • Margret Rasfeld, Schulleiterin ESBZ und Bildungsinnovatorin
  • Peter Bihr, digitaler Strategieberater, The Third Wave
  • Sebastian Olma, Philosoph & Unternehmensberater
  • Susanne Stövhase, Schulgründerin & Künstlerin

MODERATION: Daniela Marzavan (Dozentin für Design Thinking an der HTW Berlin) und Basti Hirsch.

Hashtag: #betasalon

Anmeldung über hier.

Start up of the Week #16 – Glutamat

Franziska Müller und Julia Sommerer von Glutamat

Ob Spielwiese, Kontaktbörse, Informationsquelle oder Kaufhaus – Glutamat konzipiert Online-Auftritte jeder Art. So breit jedoch diese Palette scheint, so passgenau schneiden die beiden Gründerinnnen Julia Sommerer und Franziska Müller ihre Produkte auf den Kundenwunsch zu.

Ihr konzipiert Online-Auftritte und füllt sie mit Content – das ist an sich keine ganz neue Idee

Julia: Das ist richtig, allerdings gibt es nur sehr wenige, die so stark inhaltsgetrieben an diese Aufgabe herangehen wie wir es tun. Die meisten Kunden wissen nicht, wie sie ihre Inhalte im Internet kommunizieren müssen, dass Form und Inhalt immer zusammenpassen müssen. Dafür sorgen wir. Unsere Aufgaben sind dabei zwar klar verteilt –  ich bin vor allem für die Konzeption zuständig, Franziska kümmert sich zusammen mit einem Team von Redakteuren um die Texte – trotzdem arbeiten wir sehr eng zusammen. Denn grade im Online-Bereich passiert es ja manchmal, dass Seiten zwar technisch perfekt gebaut sind, aber völlig ungeeignet sind, um die Inhalte gezielt zu präsentieren.

Du sagst, ihr arbeitet mit einem Team von Redakteuren –  das heißt, dass Texten einen Großteil eurer Arbeit ausmacht?

Franziska: Ja, das reicht vom einmaligen Texten für einen statischen Auftritts bis dahin, Seiten tagtäglich mit neuen Nachrichten und Geschichten zu versorgen. Das etwa machen wir seit Anfang an beispielsweise für Yahoo. Aufträge dieser Art waren es vor zwei Jahren auch, die uns darin bestätigten, uns selbstständig zu machen. Durch sie konnten wir planen und sogar mehr Leute beschäftigen.

Ihr seid schnell gewachsen.

Julia: Wir sind gewachsen, aber nicht zu schnell. Wir haben uns zwar stetig, aber vorsichtig vergrößert, die Aufträge erst alleine bearbeitet, Vertrauen zu den Auftraggebern aufgebaut und erst dann Leute dazugeholt. Heute sind wir insgesamt fünf, die jeden Tag hier im Betahaus arbeiten. Dazu kommen noch vier Freie, die ab und zu etwas schreiben. Außerdem eine Projektmanagerin, die mich unterstützt. Und natürlich Programmierer oder Grafiker, die wir uns für einzelne Aufträge dazu holen.

Macht ihr genau so weiter?

Franziska: Ja und nein. Einerseits werden wir natürlich das ausbauen, was wir gerade machen, um unsere Grundlage zu erhalten. Im Januar aber wollen wir auch noch ein zweites Unternehmen gründen. Mit ihm wollen wir Kunden anbieten, uns um solche Inhalte zu kümmern, die Nutzer selbst generieren. Von Kommentaren über Blogs bis hin zu Bewertungsforen wollen wir alle Arten von Web 2.0-Seiten sichten, bewertet und gegebenenfalls auch moderieren. Denn das passiert noch viel zu selten.

Das Interview führte Sandra Middendorf.


Member of the Week: Karim Bouchouchi mit Netzwiese

Eigentlich sollte Karim Bouchouchi Member of the week werden, weil er der allererste im  betahaus war. Er selbst allerdings bestreitet das. Er habe nur den ersten Vertrag unterzeichnet, sagt er, gearbeitet aber hätten schon andere vor ihm im betahaus. Member of the week ist er trotzdem geworden, denn – ob erster oder nicht – Karim ist der vielleicht überzeugteste Netzwerker von allen und aus dem betahaus längst nicht mehr wegzudenken.

Anfang 2009 kannte kaum jemand das betahaus, wieso du?

Ich kannte es auch nicht. Stefan, mein Partner bei Netzwiese, hatte davon gelesen. Ihm hatte ich erzählt, dass mir zuhause die Decke auf den Kopf fällt. Gemeinsam sind wir dann spontan hier vorbeigefahren und haben uns alles angesehen. Überzeugt hat uns dann vor allem die Idee des gemeinschaftlichen Arbeitens.

Stefan Klasen und du seid Netzwiese. Was macht ihr genau?

Wir entwickeln und programmieren Apps für iPads, für iPhones und fürs Web. Gerade arbeiten wir beispielsweise an einer App für ein Carsharing-Unternehmen, haben aber auch schon einige zum Remixen von Musik gemacht oder eine Info-App zum Thema Pokern.

War das euer Traum, als ihr Netzwiese gegründet habt?

Entstanden ist Netzwiese eigentlich aus einer anderen Idee. Stefan und ich kannten uns vom Stadtmagazin Tip. Stefan war da Programmiere und ich Online-Redakteur. Gemeinsam hatten wir die Idee, die Veranstaltungsseiten im Internet interaktiver zu gestalten. Wir wollten daraus ein kleines soziales Netzwerk machen, in dem jeder seine Veranstaltungstipps geben kann. Die Geschäftsführung aber wollte das nicht und da haben wir gekündigt, um solch ein Netzwerk selbst zu basteln. Das allerdings liegt bis heute fertig in der Schublade.

Aber das ist doch sicher ein Produkt, das sich gut verkaufen lässt…

Wir wollten keine halben Sachen machen. Wir wollten es nur mit gutem Marketing auf den Markt bringen. Dafür aber fehlte uns das Geld. Stefans hatte dann die Idee, dass wir erst einmal Sachen machen sollen, in denen wir gut sind, die uns Spaß machen und die außerdem auch Geld bringen. Und daraus ist dann unser kleines Softwareentwicklungshaus entstanden.

Hat sich im betahaus etwas verändert, seitdem du da bist?

Das Café ist natürlich dazugekommen und einige Arbeitsräume. Aber auch die Leute haben sich verändert. Heute arbeiten viel mehr Menschen hier, die mit ihrer Arbeit auch Geld verdienen wollen. Alle möchten zwar auch weiterhin, dass Ihnen die Arbeit Spaß macht, haben aber mittlerweile eben auch einfach gemerkt, dass sie jeden Monat essen und ihre Miete bezahlen müssen.

Das Interview führte Sandra Middendorf.